Es gibt viele von diesen Clips und sie stellen imho unserer Gesellschaft, der Bildungspolitik, den Schulen und Lehrern ein Armutszeugnis aus. Diese jungen Menschen tun mir wirklich Leid. Sie haben extreme Defizite, so dass sie für mich einen ähnlichen Status haben, wie Kranke oder Behinderte. Mit anderen Worten, man muss ihnen helfen statt sie zu verarschen. Und wenn sie nicht die Schlausten sind und langsamer begreifen, dann muss dieses System sich eben länger und intensiver mit ihnen beschäftigen. Man kann doch diese jungen Leute in ihrem jetzigen Zustand nicht einfach so laufen lassen! Was soll denn aus denen werden? Der junge Mann hat ja scheinbar zum Glück noch eine Arbeit gefunden, ist jedoch auf Grund seiner Allgemeinbildung vielleicht der Nächste, der den Neonazis auf den Leim geht. Mit dem Mädchen sieht es noch schlimmer aus. Die hat ja weder eine Ahnung, noch eine halbwegs realistische Vorstellung, was sie in diesem Leben machen soll und kann. Mir ist es ein Rätsel, dass das offensichtlich weder in der Schule, noch im Elternhaus erkannt wird und niemand sich mit diesem Kind beschäftigt. Das Problem ist auch wohl nicht das Erkennen, sondern die Tatsache, dass es den Verantwortlichen scheiß-egal ist. Es gibt mittlerweile so viele von diesen Fällen, dass eine besondere Schulform für solche (armen) Menschen geschaffen werden müsste, die ihnen Perspektiven aufzeigt und sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit den Fähigkeiten ausstattet, die es ihnen ermöglicht, zumindest eine einfache Arbeit ausüben zu können, an der sie Spaß haben, die sie nicht überfordert und ihnen ihren Lebensunterhalt sichert.
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